Herbstsorge

(„Gleich eines Herzen bangen Fieberträumen“)

Gleich eines Herzens bangen Fieberträumen
   Langsam empor die schwarzen Nebel steigen,
   In Wald und Haide die Vöglein alle schweigen,
Das Laub fällt zitternd von den Bäumen.

Das schöne Licht des Sommers ist verglommen,
   Und durch die Luft zieht ein geheimes Schauern,
   Und Alle schaun dem Flüchtling nach und trauern,
Als sollt' er nimmer wieder kommen.

Er kommt zurück, er bringt uns neue Lieder,
   Doch wird durch ihn die Angst auch fort beschworen,
   Daß ich dich hab', mein einzig Glück verloren?
Denn ach! du giengst und kehrst nicht wieder.


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